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Rapha Racing Ltd – Erklärung zur modernen Sklaverei

Diese Erklärung wurde in Übereinstimmung mit dem Modern Slavery Act 2015 veröffentlicht. Sie beschreibt die Maßnahmen, die Rapha Racing Ltd (Rapha) in dem Jahr, das am 31. Januar 2019 endete, zur Verhinderung von moderner Sklaverei und Menschenhandel in seinem Geschäftsbetrieb und seiner Lieferkette durchgeführt hat.

Einführung

Rapha wurde 2004 als ein Online-Versandhandel gegründet und hat seitdem auch durch die Gründung von Einzelhandelsgeschäften, bekannt als Clubhouses, expandiert. Diese finden sich derzeit in 23 lebendigen Radsport-Hochburgen auf der ganzen Welt; dazu kommen zeitlich begrenzte Pop-ups und die Mobile Clubhouses auf der Straße.

Wir von Rapha haben uns den Ruf eines Anbieters erworben, der höchstmögliche Qualität sicherstellt und mit den technisch fortschrittlichsten Fertigungstechniken im Bereich Radsportkleidung arbeitet. Dazu kommt eine gute Portion Nostalgie und Radsportkultur. Um gleichbleibend hohen Standards gerecht zu werden, arbeitet Rapha nur mit den besten Zulieferern zusammen und kann damit eine breite Produktpalette bieten – vom klassischen Trainingsanzug aus Merinowolle bis zum in der WorldTour siegreichen Funktionstextil. Rapha Hauptquartier ist am Gründungsort London und hat lokale Vertretungen in den USA, Australien, Japan und Hongkong. Dazu kommen Vertretungen ohne Einzelhandel in der Schweiz, Frankreich, Österreich, Deutschland und Singapur.

In diesem Zeitraum arbeitete Rapha weltweit mit 33 Tier-1-Lieferanten (Fertigwaren) zusammen, darunter jene, die in China, Vietnam, Italien, Portugal und den USA ansässig sind. Unsere Zulieferer stellen die Spitze im jeweiligen Bereich dar und sind ein integraler und hochgeschätzter Bestandteil davon, dass wir unsere Produktvision realisieren können. Entsprechend ihrer hohen Fertigungsstandards und ihrer Reputation bieten die Zulieferer, mit denen wir zusammenarbeiten, ihren Mitarbeitern in der Regel exzellente Arbeitsbedingungen.

Während wir weiter wachsen, wissen wir um die sehr reale Gefahr von Zwangsarbeit, Betrug und Unterdrückung, der Angestellte in globalen Lieferketten ausgesetzt sind, und setzen uns dafür ein, moderne Sklaverei wo immer möglich zu bekämpfen.

Wir bei Rapha bestehen darauf, dass unsere Zulieferer unsere grundlegenden ethischen Prinzipien und Werte teilen. Diese Werte sind in unserem Verhaltenskodex festgelegt, der dem Ethical Trading Initiative’s (ETI) Base Code folgt sowie den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Wir arbeiten eng mit unseren Zulieferern zusammen, um sicherzustellen, dass Arbeitsbedingungen auf hohem Niveau aufrechterhalten werden, und alle unserer Zulieferer werden im Rahmen des initialen Integrationsprozesses dazu aufgefordert, dieses Dokument zu unterschreiben. Es erstreckt sich unter anderem auf Raphas Erwartungen bezüglich Korruptionsbekämpfung, der Nichtdiskriminierung von Arbeitnehmern, Arbeitsstunden, der Vereinigungsfreiheit und Kinderarbeit.

Bevor wir uns für die Produktion bei einem neuen Zulieferer entscheiden oder für eine neue Produktionsstätte eines bestehenden Zulieferers, lassen wir von dritter Seite ein Sozialaudit durchführen, das Gesundheits- und Sicherheitschecks umfasst, Sauberkeit, das Vorgehen bei abgebrochenen Nadeln sowie Zeiterfassung und soziale Einrichtungen. Wird ein Verstoß festgestellt, muss der Zulieferer einen Plan zur Verbesserung sowie einen Zeitplan vorlegen. Bei einem zweiten Audit müssen dann Belege für eine Verbesserung vorgelegt werden.

Mit vielen Zulieferern kooperiert Rapha bereits seit seiner Gründung. Um partnerschaftliche Beziehungen zu gewährleisten, unterstützen wir wo möglich die persönliche Kommunikation zwischen unseren Mitarbeitern und den Zulieferern auf allen Führungsebenen. Unsere Mitarbeiter besuchen unsere Zulieferer regelmäßig persönlich und inspizieren den Betrieb und alle seine Einrichtungen. Dadurch können wir aus erster Hand und regelmäßig den Zustand des Betriebes überprüfen. Unsere Mitarbeiter wissen genau, welche Standards für uns akzeptabel sind, und ihr Feedback nach einem Besuch trägt zur permanenten Beurteilung unserer Zulieferer bei. Bis heute hat es keinen Fall gegeben, bei dem ein Betrieb aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen ausscheiden musste.

Um Mitwirkung und Verantwortlichkeit weiter zu stärken, wird die Kommunikation mit unseren Tier-1-Zulieferern auf die Mitglieder unseres Supply Chain Teams verteilt. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Anweisungen, Qualitätskontrollen und Sozialaudits von derselben Person angefordert und erhalten werden, sodass sich diese ein umfassendes Bild von den Leistungen des Zulieferers und eventuellen Missständen machen kann. Dieser Umfang der Beziehungen ermöglicht eine Kommunikation höchster Qualität. Außerdem wird es uns dadurch ermöglicht, neue, effektivere Arbeitsweisen einzuführen.

EIN BLICK VORAUS

Rapha ist ein wachsendes Unternehmen und wir streben danach, unserer Verantwortung als Hersteller gerecht zu werden. Ende 2018 schafften wir die Vollzeitstelle „Sustainability Lead“, deren Aufgabe es ist, branchenführende Programme zur Kontrolle von Sozialstandards in der Lieferkette auszumachen und anzuwenden. Als Folge dieser Recherche wurde Rapha Mitglied der Sustainable Apparel Coalition (SAC), einer Gemeinschaft von Marken aus der Textil- und Schuhbranche, die sich einer Verbesserung ihres Bereichs durch Zusammenarbeit und die Entwicklung leistungsfähiger Instrumente verschrieben haben. Eine der wichtigsten Vorzüge der SAC sind die Werkzeuge des Higg-Index, in diesem Fall besonders das „Facility Social Labour Module“ (FSLM), das wir im Kontakt zu unseren Zulieferern nutzen werden. Im kommenden Wirtschaftsjahr werden wir strategische Zulieferer ins Boot holen, indem wir Sozialaudits über diese Plattform zentralisieren. Wenn Lieferpartner noch nicht Teil des Higg-Index sind, werden wir mit ihnen eng zusammenarbeiten, damit sie Vertrauen zu diesem System aufbauen und es übernehmen.

Wir nutzen die Instrumente und das Netzwerk der SAC aktiv, um unsere Lieferkette noch besser zu verstehen. Unsere Erfahrungen fließen in unsere Vorgehensweisen bezüglich moderner Sklaverei ein.

Als Teil unserer laufenden Bemühungen haben wir eine Untersuchung unserer aktuellen Vorgehensweisen bezüglich moderner Sklaverei durchgeführt. Diese Erkenntnisse haben zusammen mit fachlicher Rechtsberatung zu einem breiteren und stringenteren Rahmenvertrag geführt, der im kommenden Jahr all unseren Tier-1-Lieferanten vorgelegt werden wird. Dieser Rahmenvertrag wird dazu beitragen, dass unser Verhaltenskodex ausgeweitet und gestärkt wird und unsere Positionen bezüglich Arbeitsbedingungen und -praktiken in Bezug auf moderne Sklaverei durchgesetzt werden.

Simon Mottram, Geschäftsführer

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