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Rapha Outskirts Collection

Die Kollektion Outskirts

Für Erkundungsfahrten konzipierte Sonderauflage, inspiriert von Abenteuern in Vietnam.

06 September 2019

Nichts, das etwas wert ist, war jemals leicht zu haben. Diese Binsenweisheit, so alt wie der Radsport. Und es gibt sicher Gegenden, die man einfacher mit dem Rad bereisen kann als das Rückgrat von Vietnam, das sich in gerader Linie über etwas mehr als 1.500 Kilometer erstreckt. Nur dass man nicht auf dem kürzesten Weg reisen kann. Der Großteil des Landes ist von einem dichten, undurchdringlichen Dschungel überzogen, und die wenigen Straßen, die es gibt, bleiben eng an der Küste und pumpen Motorroller, Minivans und Laster durch das Land. Im Landesinneren verbindet ein Flickwerk von unbefestigten Straßen Feld mit Feld und Stadt mit Stadt. Dies ist keine gewöhnliche Kost für den durchschnittlichen Radfahrer – es gibt keinen leichten Weg durch die ausufernden Städte.

Allerdings hat der einfache Weg die Brüder niemals wirklich gereizt, schließlich schufen sie Filme wie „Thereabouts“ oder den Nachfolger „Outskirts“ und stehen – wahrscheinlich mehr als die meisten – für eine andere Art des Radfahrens. Lachlan und Angus Morton, die australischen Geschwister, die mit ihrer radikalen Herangehensweise an den traditionellen Sport ein weltweites Publikum erobert haben, fuhren tief ins australische Outback, überquerten Höhenzüge in den USA und Europa und befuhren zahllose Feldwege irgendwo dazwischen. Ersterer fuhr kürzlich auf einer fast unpassierbaren Strecke der Länge nach durch Großbritannien, nur ein paar Wochen, nachdem er beim Dirty Kanza, einem der berüchtigtsten Gravel-Rennen weltweit, auf den dritten Platz gekommen war. Letzterer durchquerte die USA auf der Route 66 und den Nordosten Kanadas auf dem TransLabrador Highway, bevor er sich Anfang des Jahres vom winterlichen Wetter Osteuropas quälen ließ. Sie sind eher selten an den angenehmen Reisezielen für Radfahrer anzutreffen.

Und dennoch war der siebentägige Ritt von Hanoi – Vietnams Hauptstadt im Norden – nach Ho Chi Minh City im Süden ein Unterfangen ganz anderer Art für die beiden. Nicht wegen der Länge oder den Anstiegen der Strecke – diese Fahrer haben viel, viel schlimmeres überwunden –, sondern wegen der scheinbaren Inkompatibilität mit der Fortbewegung auf allem, was zwei Räder hat und nicht motorgetrieben ist. Radfahren ist in dieser Gegend nicht üblich, und es ist leicht zu verstehen, warum nicht.

Im Juli fällt die Temperatur selten unter 33 Grad und die Luftfeuchtigkeit liegt konstant bei 100 %. Das Hauptverkehrsmittel – die Eisenbahn – ist gelinde gesagt skeptisch gegenüber Fahrrädern in Zügen. Es gibt Autobahnen und Schotterstraßen, aber nichts dazwischen, außerdem keine klaren Verkehrsregeln. Die einzige schnell verfügbare Flüssigkeit ist ein isotonisches Getränk namens Revive. Es soll nach Zitrone schmecken, aber der Geschmack ist beinahe das Gegenteil, und es wird immer entsprechend der Umgebungstemperatur von 33 Grad serviert.

Vietnam ist daher der perfekte Ort, eine Outskirts-Kollektion zu testen, und bei allen Schwierigkeiten werden die ganz wenigen, die das Abenteuer auf sich nehmen, mit einer wunderschönen Landschaft, freundlichen Menschen und einem Fest für alle Sinne belohnt. Wie alle Reisen am Rande gewöhnlicher Erfahrungsbereiche forderte unser vietnamesisches „Von A nach B“ Durchhaltevermögen, Geduld und eine Vorliebe für das Kurbeln bei extremer Hitze. Belohnt wurden wir mit einem neu geweckten Appetit auf kaum bekannte Grenzregionen, genug Erinnerungen, um ein billiges Imitat einer Premium-Wochenendtasche zu füllen und der Zuversicht, dass selbst die seltsamsten Gegebenheiten mit dem Rad bewältigt werden können.

Die Fahrt der Brüder begann mit der Akklimatisierung – 100 km zum Vorgebirge jenseits der Grenzen von Hanoi und retour. Dann kamen der Nachtzug nach Hue und eine dreitägige Querfeldein-Reise entlang der Küste und in die Berge. Ausgehend von Hoi An und DeLat, der höchstgelegenen Großstadt Vietnams, bewältigte das Trio Hunderte von Kilometern, bevor es schließlich nach Saigon gelangte.

Die Kollektion Outskirts umfasst die besten für Erkundungsfahrten entwickelten Produkte von Rapha. Sie wurde von den Reisen von Lachlan und Gus Morton angeregt und von den Brüdern und ihren langjährigen Freund Pat Drapac umfangreich getestet. Das Sortiment ist für mehrtägige Abenteuer bei feuchtheißer Witterung gemacht, wenn Komfort, Atmungsaktivität und Schutz von allergrößter Bedeutung sind. Das Design entstand in Zusammenarbeit mit Lachlan. Die Cargo Bib Shorts, basierend auf unserer Kollektion Core und um ein von Vietnam angeregtes Design ergänzt, lässt sich mit einem eigens aufgelegten funktionellen Lang- oder Kurzarm-T-Shirt kombinieren. Das erlaubt eine lockere Passform, wobei man das Wesentliche stets griffbereit hat. Die Kollektion beinhaltet außerdem eine von ihrer Reise angeregte superleichte Windjacke, ein Baumwoll-T-Shirt und eine Mütze. Dies ist Bekleidung für kaum bekannte Strecken und für Fahrer, die sich weniger für das Offensichtliche und Alltägliche interessieren. Sie ist für Abenteurer bestimmt, für diejenigen, die in den Randbereichen fahren.

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