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KTC China - Knowledge Technology Craft

KTC (China)

Heute werden zahlreiche Produkte von Rapha in London entwickelt und in China gefertigt. Das mag widersprüchlich klingen, ist es aber nicht.

15 December 2011

Die kreative Kraft Großbritannien und Londons Fülle an Talenten sorgt dafür, dass die Stadt eines der größten Design-Zentren der Welt ist. Doch wenn es um qualitativ hochwertige Fertigung in einer Größenordnung geht, die die Nachfrage befriedigen kann, setzt Rapha bei wichtigen Artikeln der Radbekleidungs-Kollektionen auf die Herstellung in Fernost.

Unethische Praktiken in asiatischen Fabriken sorgen nach wie vor für Gesprächsstoff, dennoch macht sich ein neuer Trend bemerkbar: Mit dem kometenhaften Aufstieg der chinesischen Wirtschaft haben sich die Arbeitsbedingungen verbessert, ebenso Produktionsmengen, Qualität und Fertigungs-Knowhow.

Die Vorstellung, in China hergestellte Produkte seien billig und minderwertig, kann mit der Haltung verglichen werden, die vor 50 Jahren gegenüber Elektronik und Maschinen aus Japan vorherrschend war. Heute ist Japan ebenso Wirtschaftsmacht wie Technologieführer, und das Prädikat Made in Japan ist intellektuell wie ökonomisch wertvoll.

In einer Zeit der Stagnation der westlichen Wirtschaft sind es nun ironischerweise chinesische Konsumenten, die in ihrem Wohlstand westliche Luxusgüter genießen. Doch viele dieser Waren sind nur vom Design her westlich – sie werden im Westen entwickelt, doch in Asien produziert. Auch Rapha hat heute einen beträchtlichen Kundenstamm in Taiwan und Südkorea.

Das Label „Made in England“ mag hohe Qualität implizieren, sagt aber nichts über handwerkliches Können, Materialien oder Effizienz aus. Ohne Zweifel finden sich im Westen hervorragende Hersteller, doch im Fernen Osten gibt es sie heute in großer Zahl.

KTC steht für „Knowledge Technology Craft“, und das Unternehmen hat sich mit seiner Pionierarbeit einen Spitzenplatz in Sachen Hochleistungsfertigung erarbeitet. Ihr Mantra ist einfach, aber wirksam, und das ist der Grund, warum Rapha seit fast sechs Jahren mit dem Unternehmen zusammenarbeitet. Seit KTC vor vier Jahrzehnten in China Fuß fasste, ist die Firma Zeuge des grundlegenden Wandels der Industrie in Ost und West geworden. Geschäftsführer Gerhard Flatz erklärt, wie die Firma zum Pionier der Bekleidungsherstellung wurde:

„KTC wurde 1971 in Hong Kong von zwei Österreichern gegründet, Hans Kremmel und Dieter Waibel, die Schweizer Garne einführten, um Rollkragenpullover für eine der ältesten österreichischen Bekleidungsmarken zu fertigen, Benedikt Maeser. Nach baldigen Erfolgen nahm Hans Kontakt mit der Familie Dassler auf, und daraus entwickelte sich eine lange und fruchtbare Partnerschaft mit Adidas. Hans Kremmel wurde exklusiver Beschaffungspartner für die Produktion in China, Hongkong, Macao und Thailand. KTC gehörte zu den ersten westlichen Unternehmen, die auf dem chinesischen Festland eine Produktion hochzogen. 1981 hatte KTC mit Adidas ein Joint Venture in China gegründet, wo Artikel wie Trainingsanzüge gefertigt wurden. Darauf folge die Herstellung von Premium-Skibekleidung, insbesondere für die deutsche Marke Bogner, eine der edelsten Skiwear-Marken der Welt.“

Die Diskussion um schlechte Arbeitsbedingungen basiert zu einem Großteil auf falschen Vorstellungen von der Fertigung in Fernost zum heutigen Zeitpunkt. Bei KTC, den Hersteller diverser bedeutender Produkte von Rapha, sieht man das Label Made in China als Qualitätsmerkmal, ebenso wie Made in Italy in der Modewelt für Qualität stehen kann. Heute verfügt der Osten über eine große, motivierte Arbeiterschaft. Während der Westen einen Rückgang des Qualifikationsniveaus und damit der Fertigungsqualität hinnehmen musste, war es im Osten genau umgekehrt. In den vergangenen 30 Jahren hat China die Lücke zum Westen geschlossen und ihn in mancher Hinsicht überholt.

Als zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt wächst China weiter, während der Westen durch eine Finanzkrise nach der anderen taumelt. Der chinesische Nationalcharakter ist durch harte Arbeit geprägt. Die landwirtschaftliche Bevölkerung mit ihrer strikten Arbeitsethik ist in die Städte gezogen. Dazu kommt, dass Jahr für Jahr mehr als 1,5 Millionen Ingenieure und Wissenschaftler die chinesischen Universitäten verlassen.

KTC arbeitet seit langem mit einigen der renommiertesten Marken der Welt zusammen, vor allem im Bereich der Sportbekleidung. Der unvergleichlich gute Ruf des Unternehmens drückt sich in seinem Motto „die Kunst der Hochleistungsfertigung“ aus. Geschäftsführer Gerhard Flatz weiter:

„Die Fähigkeiten der chinesischen Hersteller übertreffen alles, was es in Europa gibt. Angesichts einer so großen, gut ausgebildeten Arbeiterschaft und sich schnell entwickelnder Technologien sieht sich Europa einem harten Wettbewerb ausgesetzt.“

Dies könnte darauf hindeuten, dass das Bild, das man sich im Westen von der Fertigung in China macht, stärker von Konkurrenzangst geprägt ist, als die Realität wiederzugeben. In dem Maße, wie die chinesische Wirtschaft gewachsen ist, haben sich die Arbeitsbedingungen verbessert, und die Betriebe haben ein soziales, ethisches Bewusstsein entwickelt. In Bereichen wie Bildung und medizinische Versorgung hat es deutliche Verbesserungen gegeben; Fast-Food-Ketten, Einkaufszentren, Hotels und Wohnanlagen tragen die Zeichen einer westlich anmutenden Gentrifizierung. Die Lebensbedingungen haben sich rapide verbessert, und der Osten genießt, was der Westen nicht dauerhaft bieten kann.

„Die Verbraucher müssen verstehen, dass die Zeit der chinesischen Sweatshops nicht mehr existiert. An ihre Stelle sind hoch spezialisierte Fabriken mit modernen Arbeitsmethoden und in die Zukunft denkenden Angestellten getreten.“

Allein im letzten Jahr konnte KTC die Löhne seiner Mitarbeiter verdoppeln; im kommenden Jahr geht man von einer erneuten Lohnsteigerung von 20 bis 30 % aus. Ebenfalls von Bedeutung ist die Kooperation mit der Fair Wear Foundation (FWF), welche mit ihrem strengen Verhaltenskodex die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der östlichen Bekleidungsindustrie vorantreibt. KTC war der erste unabhängige Sportbekleidungshersteller im Fernen Osten, der von der FWF zertifiziert wurde.

Weitere Informationen zu KTC und wie das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung gerecht wird finden sich auf der Website der Firma: www.ktcquality.com

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