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    City to sky: riding and filming in the city of angels

    City to sky: radfahren und filmen in los angeles

    Los Angeles ist anders als alle anderen Städte der Welt. Das Flickwerk aus Siedlungsflächen und Bergen ist ein Ort, an dem das Radfahren die Antwort auf die Herausforderungen des Alltags darstellt, und diente uns als Kulisse für unseren neuen Film.

    07 June 2018

    Das Rapha Clubhouse Los Angeles eröffnete letztes Jahr in Santa Monica, nur einen Steinwurf vom Pazifik entfernt. Der Rapha Cycling Club reagierte schnell mit einem neuen Chapter, und inzwischen ist eine Gemeinschaft aus 500 Fahrern jede Woche mit uns unterwegs. Warum, ist leicht zu verstehen. In Los Angeles zu fahren heißt aus der Stadt in den Himmel, denn dort, wo sich die Berge erheben, weicht die urbane Zersiedelung zurück. Zu jeder Uhrzeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang kann man aus der verstopften, chaotischen Innenstadt in die stille Wildnis Südkaliforniens fahren. Für viele Radsportler in LA ist das Fahren ein Heilmittel gegen die alltäglichen Herausforderungen, wie sie in ähnlichen Städten überall auf der Welt zu meistern sind. Das verleiht der Radsportgemeinde eine sehr eigentümliche Atmosphäre, die wir mit unserer Kampagne „Riding is the Answer“ einfangen wollten.

    Angus Morton, ein ehemaliger Radprofi, der in dem Film erscheint und bei der Produktion der neuen Dokumentarreihe „Outskirts“ mit Rapha zusammenarbeitet, ist relativ neu in der Stadt. Als er letztes Jahr aus Boulder, Colorado nach Los Angeles zog, war er schon vorgewarnt worden. „Als ich nach LA zog, wurde mir gesagt, dass ich es nicht als eine Einheit sehen soll, sondern wie hundert einzelne Teile, die mit der Zeit zusammengewachsen sind“, erklärt er. „Ein Leben reicht nicht, um diesen Ort einzuordnen, und schon gar nicht ein Satz. Ich habe versucht, Leuten zu erklären, was es heißt, hier Rad zu fahren, und ich konnte es nie richtig rüberbringen, denn hier Rad zu fahren ergibt keinen Sinn. Radfahren in dieser Stadt ist hundert unterschiedliche Dinge, die im Laufe der Jahre zu etwas zusammengewachsen sind, das wie ein komplettes Durcheinander erscheint. Ein geniales Durcheinander, das vielleicht eine der besten Orte zum Radfahren ist.“

    „Radfahren in dieser Stadt ist hundert unterschiedliche Dinge, die im Laufe der Jahre zu etwas zusammengewachsen sind, das wie ein komplettes Durcheinander erscheint. Ein geniales Durcheinander, das vielleicht eine der besten Orte zum Radfahren ist.“
    – Angus Morton

    Angus taucht zur Fahrt in den Sonnenaufgang mit vier anderen Fahrern aus unterschiedlichen Ländern auf. Cole Maness stammt aus Memphis und lebt nun mit seiner Frau und seinem Sohn in LA. Er nahm an den frühen Rapha Continentals teil – Radsport-Abenteuer durch Nordamerika, die vor fast zehn Jahren veranstaltet wurden. „Wenn ich nicht Rad fahren würde, wäre ich der einsamste Typ in Los Angeles. Durchs Radfahren habe ich meine Frau und diese ganzen Leute kennengelernt und die Welt gesehen. Es ist der schnellste Weg, rauszukommen, der schnellste Weg aus der Stadt hoch in die Berge und sogar noch schneller wieder runter.“

    Eine weitere einheimische Fahrerin, die in dem Film auftaucht, ist Bianca Pettinicchi. Seit sie in die Stadt gezogen ist, hat sie ein Netzwerk von Radsportlern aufgebaut, die das ganze Jahr über auf langen und kurzen Touren unterwegs sind. Sie erklärt: „Als ich vor fünfeinhalb Jahren nach LA zog, gab es zwei Frauen, die mich richtig in die Radsportgemeinde eingeführt haben. Sie kannten tolle Strecken und wussten, mit wem zusammen sie mich mitnahmen, und wir drei haben eine Gemeinschaft von Frauen aufgebaut, mit denen wir unterwegs sind.“

    Sogar die Macher des Films haben eine Verbindung zur Radsportszene der Stadt. Joe Staples, Executive Creative Director bei Mother und eine langjähriger Freund von Rapha, ist ein weiterer Continental-Fahrer der ersten Stunde, der LA sein Zuhause nennt. „Die Stadt kann echt intensiv sein. Laut und aggressiv, doch es gibt auch viel Schönes“, sagt er. „Jedes Viertel hat seine eigene Atmosphäre. Wenn du durchfährst, siehst und hörst du die Unterschiede. „Es ist wie die Offenheit, die du im Urlaub spürst, wo alles neu ist, doch in LA kann es von einem Viertel zum nächsten passieren. Hier zu leben und zu fahren beflügelt dich.

    Ich fahre aus vielen Gründen“, fügt er hinzu. „Früher fuhr ich, um zu leiden. In einer Welt voller Zwischentöne und Falschheiten ist Schmerz immer echt. Jetzt fahre ich, um aus Meetings rauszukommen, ich fahre, um von einem Berggipfel aus die Sonne aufgehen zu sehen, ich fahre, um Zeit mit Freunden zu verbringen. Es ist heute selten, dass du dich stundenlang mit jemandem unterhältst. Ein guter Anstieg gibt dir diese Möglichkeit. Ich fahre auch mit meinem sechsjährigen Sohn zum Einkaufen. Das bereitet mir so viel Freude, wie mich früher an Anstiegen kaputtzufahren. Ich glaube, das ist es, was ich in den letzten paar Jahren gelernt habe, und ich hoffe, dass der Film das rüberbringt. Es gibt nicht nur einen Grund, Rad zu fahren. Es gibt jede Menge Gründe, und solange du in die Gänge kommst, wenn du den Impuls spürst... machst du es richtig.“

    „In LA zu fahren ist einzigartig, weil du vor dem ersten Meeting am Morgen, vor den E-Mails und dem Kaffee, aus den klaustrophobischen Straßen der City hoch zu den Schotterwegen riesiger Schluchten klettern kannst.“
    – Max Weiland

    Der Regisseur Max Weiland, der auch bei Elton Johns Tiny Dancer Regie führte, beschreibt die Stadt als „für Autos gebaut“. Das macht es zu etwas Besonderem, dort Rad zu fahren. „Jeder ist hinter Metall und Glas verborgen, schreit ins Telefon, von der Welt abgeschnitten, vom Verkehr erstickt, völlig vereinsamt. In LA Rad zu fahren ist anders als an jedem anderen Ort der Welt. Ja, ist ist immer noch befreiend. Ja, es ist ein Ausbruch aus der Isoliertheit. Ja, es ist körperlich und du spürst mehr. Der Rausch der Geschwindigkeit. Das Drama und die Freude. Doch in LA zu fahren ist einzigartig, weil du vor dem ersten Meeting am Morgen, vor den E-Mails und dem Kaffee, aus den klaustrophobischen Straßen der City hoch zu den Schotterwegen riesiger Schluchten klettern kannst. Plötzlich verstummt der Lärm, und die Natur zieht an dir vorbei. Du erreichst den Gipfel und schaust zurück, von wo du gekommen bist. Bereit, den Tag anzugehen. Radfahren ist so, wie das Skateboardfahren einmal war – es geht darum, mit deiner Umgebung in Kontakt zu treten, und es geht darum, eine Gemeinschaft zu finden.“

    „Es ist eine coole Stadt zum Radfahren, denn es gibt Fahrer auf jedem Niveau. Jeder hat seinen eigenen Stil auf dem Rad, und alles zusammen ergibt ein einzigartiges Aroma.“
    – Ben Lieberson

    Rapha ist tief mit der Stadt verbunden. Ben Lieberson, der Mitbegründer der Continental-Touren, von dem der Ausspruch „Draußen heißt frei“ stammt, hat sich zu einer der tragenden Säulen der Radsportgemeinde in LA entwickelt. „Für mich ist es wie ein Geheimbund“, sagt er. „Hier ist diese Stadt, von der jeder eine klare Vorstellung hat – die auf der ganzen Welt bekannt ist –, aber aus der Sicht eines Radfahrers gehört sie zu jenen geheimen Orten, wo du die Einheimischen kennen musst, um gute Straßen zu finden. Egal, wo du bist – 35 Minuten entfernt findest du wirklich leckere Strecken, in denen du dich verlieren kannst. Es gibt versteckte Nebenstraßen und kleine Feldwege und Brandschneisen, die Teile der Stadt verbinden, und brauchst wirklich das Wissen der Locals. Sobald du dich auskennst, ist es kaum zu schlagen.

    Es ist eine coole Stadt zum Radfahren, denn es gibt Fahrer auf jedem Niveau. Jeder hat seinen eigenen Stil auf dem Rad, und alles zusammen ergibt ein einzigartiges Aroma. Das ist eine der schönen Seiten von LA: Wie du auch fahren willst, du findest immer Gleichgesinnte, mit denen du fahren kannst. Es ist das ursprüngliche soziale Netzwerk, eine tolle Gemeinschaft, die organisch funktioniert. Es ist Doping. Man muss es probiert haben. Außerdem gibt es richtig gute Tacos.“

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