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Der Rapha-Guide zu Rennanzügen

Mit im Windkanal und unter realen Bedingungen bewiesener Funktion sind Rennanzüge nicht länger nur eine Domäne der Radprofis. Wer 'mit geringem Aufwand schneller sein' will, ist mit einem Einteiler gut beraten. Im Zentrum steht die Minimierung des Luftwiderstands, doch auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Unser Guide hilft dir dabei, herauszufinden, welcher Rennanzug am besten zu dir passt.

Einsatzbereich

Seit ihrem ersten Auftreten bei Bahnrennen und Zeitfahren in den späten 1970er Jahren haben sich Rennanzüge stetig weiterentwickelt. Ihr Zweck war schon immer die Optimierung der Aerodynamik, aber auch die verwendeten Materialien, die Positionierung der Nähte und viele weitere Details sind stetig verbessert worden. Während es anfangs rein um Geschwindigkeit ging – ein Einteiler ist immer schneller als die Kombination von Trikot und Radhose –, haben moderne Exemplare viel mehr zu bieten.

Welchen Rennanzug man auswählt, sollte nicht nur von der jeweiligen Disziplin abhängen; es ist auch Geschmacksache und davon abhängig, ob und welche Kompromisse man eingehen möchte. Deine Entscheidung sollte davon abhängen, ob es dir um maximales Tempo geht oder auch um Stauraum oder zusätzlichen Komfort für lange Strecken.

Im Windkanal

Gemessen werden Leistungseinsparungen und CdA – das Produkt aus Luftwiderstandskoeffizient (Cd) und Frontfläche (A) – bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Gierwinkeln*, um Fahrten im Freien zu simulieren. Unsere Rennanzüge sparen bis zu 40 Watt im Vergleich zu einem normalen Trikot mit Trägerhose.

* Der Gierwinkel (Yaw) bezeichnet im Radsport den Winkel zwischen der Windrichtung und der Fahrtrichtung des Radfahrers (Windgeschwindigkeit vs. Fahrgeschwindigkeit). Der Gierwinkel wird in Grad gemessen und ist umso niedriger, je schneller die Fahrgeschwindigkeit in Relation zum Seitenwind ist.

AUCH DIESE ASPEKTE SOLLTEST DU BEACHTEN

  • Passform und Tragegefühl

    Auch wenn der Komfort für die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit eine wichtige Rolle spielt, sollte ein Rennanzug stets eng sitzen, denn flatternde Stoffe machen alle aerodynamischen Vorteile zunichte. Denk auch daran, dass ein Rennanzug in der Sitzhaltung auf dem Rad perfekt passt sollte – und nicht, wenn du daneben stehst. Anfangs könnte es schwierig sein, sich in den Anzug hineinzuzwängen, doch irgendwann beherrschst du den „Tanz“.

  • Materialwissenschaft

    Die Materialwissenschaft beschäftigt sich mit Struktur, Platzierung und Kombination von Materialien. Auch die Nähte sind von entscheidender Bedeutung: wo sie sich befinden und wie sie ausgeführt sind – geklebt, genäht oder gar nicht vorhanden, um an bestimmten Stellen nahtlose Bereiche zu schaffen. Wo es um Sekundenbruchteile geht, kommt es auf minimalen Luftwiderstand an.

  • Vom Labor auf die Straße

    Daten aus dem Windkanal belegen die Vorteile eines Rennanzugs in den meisten Radsportdisziplinen. Zahllose Faktoren können die Aerodynamik auf der Straße beeinflussen, und der Rennanzug ist nur ein Teil des großen Ganzen. Auch das Fahrrad und die Laufräder spielen eine große Rolle, ebenso die Sitzposition und der Helm. Nicht zuletzt ist die Kleidung ein wichtiger Faktor, wobei auch Leistungsvorteile im Bereich von wenigen Watt Energie für die entscheidende Attacke einsparen können.

  • Die wichtigen Details

    Praktikabilität ist ebenso wichtig wie die Daten aus dem Windkanal. Volumen und Erreichbarkeit der Taschen, der Komfort des Sitzpolsters, Atmungsaktivität und Stützung der Materials, Machart des Reißverschlusses – all das wirkt sich auf die Leistung aus.

 Training

Training

Viele Radsportler heben sich den Einteiler für den Wettkampf auf. Dabei macht es Sinn, sich rechtzeitig mit dem kompletten Set-up für den Renneinsatz vertraut zu machen, damit man eventuelle Probleme bereits vor dem Rennen und nicht mittendrin bemerkt. Man kann den Rennanzug natürlich ebenso wählen, um sich richtig schnell zu fühlen, wenn man einem KOM oder einer persönlichen Bestzeit nachjagt. Dank Strava gibt es ja an jeder Ecke etwas zu holen.

Mache dich mit deinem Set-up vertraut. Mach dich bereit für den Renntag.

Gravel & Langstrecke

Gravel & Langstrecke

Gravel- und Langstreckenrennen stellen andere Anforderungen. Stauraum für Verpflegung und maximaler Komfort sind ebenso wichtig wie hohes Tempo. Zusätzliche Taschen können genauso relevant sein wie Platz für eine Trinkblase. Unsere Rennanzüge sind so funktionell, dass sie eine gute Leistung in eine verwandeln können, die fürs Podium reicht.

Wenn du mehr willst als Geschwindigkeit.

Straßenrennen und Zeitfahren

Straßenrennen und Zeitfahren

Solo oder als Team im Kampf gegen die Uhr, schnelle Straßenrennen: Hier geht es nur darum, so schnell wie möglich den Zielstrich zu erreichen. Bei solchen Rennen können Sekundenbruchteile entscheidend sein. Geschwindigkeit mag alles sein, doch machmal kommt es auch auf Komfort und zusätzliche Funktionalität an.

Geschwindigkeit ist alles.

Heiße Witterung

Heiße Witterung

Je wärmer es dir wird, desto mehr muss sich dein Körper anstrengen, um seine Temperatur konstant zu halten. Diese zusätzliche Arbeit lässt die Muskulatur ermüden und kostet Körner – übermäßige Hitze macht dich also wirklich langsamer. Ein Überhitzen zu vermeiden hat daher oberste Priorität, weshalb ein Rennanzug für den Sommer so leicht und atmungsaktiv wie möglich sein sollte. Rapha Ghost Suit und Summer Roadsuit werden aus modernsten Materialien gefertigt, die Feuchtigkeit und Wärme besonders schnell vom Körper weg führen, sodass du dich besser auf deine Leistung konzentrieren kannst.

Mit frischen Beinen bist du bereit für den richtigen Moment.

Weitere Guides

  • Der Pro Team Roadsuit

    Unser Rennanzug der nächsten Generation macht die Profis von EF Pro Cycling schneller und ist perfekt für die Jagd nach Sekunden.

  • Kapitel 5: Für alles gerüstet

    Das Unbound in den Flint Hills im US-Staat Kansas gilt als ultimativer Test für den immer beliebter werdenden Gravel-Rennsport. In einer Disziplin, in der Regeln und Möglichkeiten ständig neu definiert werden, erleben wir die Geschichte von vier Fahrerinnen in der Verpflegungszone – wo das Rennen für einen Moment stillsteht.

  • Kapitel 6: Pro Team Ghost

    Wir präsentieren Ghost: radikal neue Designs für extreme Hitze.

  • Schneller in die Zukunft

    Wie das Peloton steht auch der Fortschritt niemals still. Wer nicht innovativ ist, wird abgehängt.