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Rapha Festive 500 Off-Road Challenge - The Road Less Travelled with Katherine Moore Cycling Adventure Athlete

Unterwegs Auf Neuen Wegen

Nachdem sie zwei Jahre lang das Ziel beim Festive 500 mit Leichtigkeit erreicht hatte, beschloss Katherine Moore, einen Gang höher zu schalten, und begab sich im Gelände auf eine Tour, die sie von Devon nach Bristol und weiter nach Wales führen sollte – mit einer unerwarteten romantischen Wendung.

04 December 2020

Katherine Moore

Geländefahrerin, Gravel- und Bikepacking-Begeisterte, Autorin, Karten-Nerd, kreative Freiberuflerin, Rad-Guide und Netzwerkerin.

Zwei Jahre nacheinander fuhr Katherine Moore Ende Dezember auf ihren nassen Heimatstraßen, um ihr Ziel von 500 Kilometern zu erreichen. Doch 2017 befand sie, dass es sie nicht genug motivierte, drei Mal in Folge auf der Straße zu triumphieren. Stattdessen beschloss sie, sich abseits der ausgetretenen Pfade zu behaupten und die gewaltige Strecke komplett im Gelände zurückzulegen: „Das war das Jahr, in dem ich wirklich Interesse an dieser Art des Radfahrens hatte. Im Dezember dachte ich. Scheiß drauf, mal sehen, ob ich es schaffe.“

Als Katherine an Weihnachten zu ihren Eltern zurückkehrte, war sie sich nicht sicher, wo sie in der Umgebung von Exeter Pfade und Feldwege finden würde. „Ich habe in einer lokalen Facebook-Gruppe gepostet, ich glaube, es war Exeter Wheelers oder so“, erklärte sie, „und fragte, ob jemand eine gute 100-km-Strecke über Schotter kennt oder sich mir anschließen will“. Und es dauerte nicht lange, bis ein Bekannter eines Freundes seine Lieblingsstrecke vorschlug und Katherine anbot, sie zu begleiten. Und bei jener Fahrt an Heiligabend muss etwas Besonderes passiert sein: „Wir sind dann ein Jahr lang beste Freunde gewesen“, erinnert sie sich mit einem Lächeln. „Und jetzt sind wir seit zwei Jahren zusammen. Es ist eine seltsame Festive-500-Liebesgeschichte.“

Nach einem anfänglichen Höhenflug standen Katherines Offroad-Versuch härtere Tage bevor. Die Bewältigung unwegsamen Geländes ist selbst unter Idealbedingungen eine Herausforderung, aber im britischen Winter kann man böse Überraschungen erleben. Katherine musste das auf die harte Tour lernen: „Am zweiten Weihnachtsfeiertag durchquerte ich ein Waldgebiet, den Ashclyst Forest, das sich als absolutes Sumpfgebiet entpuppte. Es dauerte ewig, vorwärts zu kommen, und das Ganze zog mich total runter. Ich glaube, ich habe auf dem Heimweg geweint, weil es so schwer war. Ich hatte nur 70 von den 100 Kilometern geschafft, die ich mir vorgenommen hatte, und war tierisch genervt, weil ich wusste, dass ich den Rest später nachholen musste.“

Entspannt nahm Katherine Kurs auf Bristol, wo ihre Katze geduldig auf ihre Rückkehr wartete. Angesichts der Tatsache, dass sie bisher nur wenige Kilometer zurückgelegt hatte, war es an der Zeit, Verstärkung anzufordern. Am Tag nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag versammelten sich die Fahrer von Katherines örtlichem Club, „Das Rad Klub“, zu ihrer alljährlichen weihnachtlichen Gravel-Tour. Die sportlichen Ambitionen der Gruppe wurden wieder einmal vom Wetter gebremst, das nicht auf Katherines Seite war: „Wir sind am Ende nur 32 km gefahren, weil meine Zehen eiskalt und nass waren. Die meiste Zeit haben wir in einem Café verbracht.“ Da nur noch vier Tage bis zum Abschluss der Herausforderung blieben, war der Druck jetzt groß.

Sie lag bereits hinter ihrem Zeitplan für die Challenge zurück. Ein paar Tage, die ausschließlich dem Radfahren durch das ländliche Wales gewidmet waren, hätten also gar nicht früh genug kommen können. Katherine und eine Truppe ihrer ebenso passionierten Radsport-Freunde trafen sich in einem abgelegenen Cottage in Pontardawe, Südwales, um nach den Feiertagen Rad zu fahren und sich zu erholen. „Am ersten Tag“, erinnerte sie sich, „fuhren wir diese berühmte Mountainbike-Runde namens The Long Gap. Es handelt sich im Grunde genommen um einen Pass zwischen Pen y Fan und Fan y Big, der vollkommen mit Schnee bedeckt war. Wir erreichten die Spitze dieses Passes und hatten vor, auf der anderen Seite wieder herunterzufahren, doch alles war komplett gefroren.“

Unter schlimmsten Bedingungen hielt Katherine bei Graupel und Schnee durch, um ihr Ziel von fünfhundert Kilometern noch vor Silvester zu erreichen. „Das Erreichen der 500-km-Marke war eine große Erleichterung“, seufzte sie. „Im Gelände war es einfach so viel schwieriger, denn man braucht so viel mehr Zeit. Man kann im Gelände nicht im Windschatten seiner Freunde fahren, weil man so viel langsamer ist. Ich war ständig draußen und habe kaum Zeit drinnen verbracht, was in gewisser Weise auch schön war.“

Als Katherine die letzten Kilometer bewältigte, fühlte sie sich unbesiegbar. Und es ist dieses Erfolgserlebnis, das die Menschen Jahr für Jahr immer wieder zum Festive 500 zurückkehren lässt. Während die meisten Leute sich etwas gönnen und es ruhig angehen lassen, widersetzt man sich dem Trend und zieht stattdessen mit dem Rad los, um ein großartiges Glücksgefühl zu erleben, das süßer ist als jede Weihnachtsleckerei.

AUF STRAVA ANMELDEN

Melde dich bei Strava an und nimm an der Herausforderung teil, um dich den Tausenden von Fahrern anzuschließen, die die Strecke zurücklegen werden. Du weißt ja: wenn es nicht auf Strava ist... Wenn die Challenge beginnt, kannst du zusehen, wie sich die Kilometer aufsummieren. Nach Abschluss der Herausforderung kannst du dir das begehrte digitale Finisher-Abzeichen für deine Trophäensammlung holen.

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