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Der Ultimative Prüfstand

Von Grand Tours über Frühjahrsklassiker bis hin zu schlammigen Cyclocross-Strecken – erfahre hier, warum der Profiradsport immer der ultimative Prüfstand für unsere Rennbekleidung auf Top-Niveau sein wird.

09 April 2021

Mit Eintagesrennen von bis zu 300 km Länge und Landesrundfahrten, die mehr als zehnmal so lang sind, ist der Profiradsport der ultimative Prüfstand. Radprofis verbringen mehr Zeit im Sattel als alle anderen, und dabei sind es nicht nur die Stunden, die sie auf dem Rad verbringen, die sie zu etwas Besonderem machen.

Tag für Tag, Woche für Woche fahren sie Rennen und trainieren, egal bei welchem Wetter. Ob sie in den Wiegetritt wechseln, um eine Lücke zu schließen, im großen Gang einen Anstieg hochdrücken oder bei den Frühjahrsklassikern über Kopfsteinpflaster brettern – die Profis stellen ihr Outfit auf eine Art und Weise auf die Probe, wie es sonst niemand kann.

Die Kollektion Pro Team wurde ursprünglich 2011 für das Team Rapha-Condor entwickelt und erfüllte die hohen Anforderungen der besten Fahrer der Welt. Und schon bald fuhr das erfolgreichste Team der Gegenwart damit zum Sieg: Team Sky. Cat Heraty, Raphas damalige Chefdesignerin, erinnert sich, wie die Teamphilosophie der marginalen Gewinne einen richtungsweisenden Effekt hatte.

„In den ersten fünf Monaten der Zusammenarbeit habe ich an so etwas geradezu Absurdem wie 180 einzelnen Kleidungsstücken gearbeitet“, sagt sie. „Ich war an ein hohes Arbeitspensum gewöhnt, aber das war ein anderes Niveau. Wir hatten ein erstes Sortiment, das Renn- und Freizeitbekleidung umfasste, doch das Team wandte sich immer wieder mit neuen Anforderungen an uns.“

Einer dieser neuen Artikel war der Rennanzug, der vor dem Giro d’Italia 2015 entwickelt wurde. Piers Thomas, zu jener Zeit Leiter von Elite Athlete Innovation bei Rapha, stellte ein Team erfahrener Tester zusammen, um ihn zum schnellsten Einteiler im Fahrerfeld zu machen.

„Wir hatten Rob Hayles als Testfahrer, Weltmeister auf der Bahn, und einen ausgewiesenen Experten für Aerodynamik sowie das Fachwissen der Windkanaltechniker“, erzählte uns Piers. „Beim Thema Textilien ging es um die Beschaffenheit. Wir haben mikroskopische Aufnahmen gemacht, um herauszufinden, welches das beste Material ist, und haben uns anschließend auf das Formelement des Anzugs konzentriert.“

„Wir betrachteten die Dinge auf eine völlig andere Art und Weise, zogen eine Menge japanischer Schnittmuster heran und verzichteten auf die übliche Taillennaht zugunsten einer anderen Konstruktion. Anstatt die Nähte dort zu positionieren, wo sie schon seit jeher waren, platzierten wir sie an den Abströmkanten des Kleidungsstücks – genau dort, wo wir sie haben wollten.“

Die Geschwindigkeit des Anzugs wurde schließlich durch Elia Vivianis Sieg beim Prolog des Giro jenes Jahres bewiesen. Aber noch wichtiger für das Team ist, dass es sich auch im Windkanal bewährt hat: „Wir haben mit der University of Southampton zusammengearbeitet, um eine Reihe verschiedener Anzüge, Textilien und Trip-Systeme für den Korpus und die Socken zu testen. Wir hatten den schnellsten Anzug.“

„Wir unterstützen nicht nur Profi-Teams darin, Ergebnisse zu erzielen, sondern die Technologien, die in vielen unserer innovativsten Produkte erprobt werden, fließen auch in das Hauptsortiment ein“, wie Piers betonte. „Es gibt funktionelle Elemente wie die quadratischen Stoffbahnen, die zur Verstärkung der Taschen verwendet werden. Bevor wir mit Team Sky zusammengearbeitet haben, befand sich ein Klebestreifen quer über den Rücken, der verhinderte, dass sich das Material zu stark dehnte. Zudem haben wir Abnäher über den Schultern anstelle von durchgehenden Nähten an den Aero-Anzügen eingeführt, und außerdem haben wir damit begonnen, das Rapha-Armband zu aufzudrucken, anstatt es aufzunähen – alles, um ein paar Gramm zu sparen. Es sind nur Kleinigkeiten, aber sie machen den Unterschied.“

In „Pro Team“-Bekleidung errangen die Fahrer des Teams Sky drei Gesamtsiege der Tour de France und 2016 einen Monument-Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich, wo Wout Poels die Ziellinie in einer weiteren Innovation von Rapha überquerte: dem wetterfesten Pro Team Shadow Jersey.

Genau wie diese Fahrer haben sich in der Zwischenzeit auch unsere Partnerschaften weiterentwickelt. In den letzten Saisons haben wir unser Streben nach Funktionalität sowohl mit dem Canyon//SRAM-Frauenteam und den Männern von EF Education-Nippo fortgesetzt als auch mit einer Reihe von Einzelfahrern, die an Cyclocross- und Ultralangstrecken-Rennen teilnehmen.

Zu den wichtigsten Partnern unseres Praxistest-Programms gehören die dreifache kanadische Cyclocross-Meisterin Maghalie Rochette und der australische Road Captain von EF, Mitch Docker. Beide betonen mit Nachdruck den Stellenwert von Praxistests für ihre Rennambitionen.

„Auf dem Top-Niveau sind wir alle auf der Suche nach den entscheidenden Vorteilen“, so Maghalie. „Jeder fährt auf solch einem hohen Niveau, dass die Kleinigkeiten, die einen am Outfit stören – Druck auf den Schultern oder keine Möglichkeit, die Taschen zu erreichen – nur Kleinigkeiten sind, aber am Ende beeinflusst er einen doch.“

„Wenn man einfach vergessen kann, dass man ein Outfit trägt, dann ist das wirklich von Vorteil. Ich betrachte Praxistests als einen zusätzlichen Teil meiner Rennvorbereitung. Nachdem ich jede Komponente meines Outfits unter allen möglichen Bedingungen und bei verschiedensten Temperaturen getestet habe, weiß ich genau, welches Outfit ich am Renntag wählen muss.“

Obwohl er in einem völlig anderen Rahmen fährt, stimmt Mitch mit Maghalies Einschätzung überein. „Früher hat man einfach sein Outfit zugeteilt bekommen und es gab keine Möglichkeit zur weiteren Entwicklung, aber heutzutage kann man es sich nicht leisten, etwas anderes als das beste Outfit zu tragen“, erzählte er uns. „Es wird so viel Wert auf das letzte Prozent gelegt – ob das nun die Ernährung, die Position beim Zeitfahren oder das Outfit ist, das man trägt.“

„Abgesehen von dem tatsächlichen Unterschied, den die Bekleidung darstellt – sei es, ob man aerodynamischer ist oder hier und da ein Watt einspart –, gibt es auch einen psychologischen Effekt. Wenn man überzeugt ist, dass man das beste Outfit hat, ist man auch überzeugt, dass man gewinnen kann. Das ist genau der Punkt, an dem ich das Gefühl habe, im Vorteil zu sein.“

„Als Team muss man jede Saison Hunderttausende von Kilometern fahren, und dieses Feedback ist ein großer Gewinn. Ich finde es großartig, dass Rapha auf meine Meinung setzt und Verbesserungen am Outfit vornehmen möchte, das vom Team wie von Endkunden getragen wird.“

„Das beste Beispiel für ein Produkt, an dem wir gemeinsam gearbeitet haben, ist die Pro Team Powerweave Bib Short. Es gab mehrere Fahrer im Team, die sich eine Trägerhose wünschten, die eine etwas höhere Kompressionswirkung hat und ein optimiertes Feuchtigkeitsmanagement im Verlauf eines langen Rennens bietet.“

„Rapha ging hin und entwickelte dieses hochmoderne Gewebe und - noch besser — bezog uns in die Praxistests mit ein. Jetzt haben wir als Fahrer im Team ein weiteres Bekleidungselement in unserem Arsenal. Und wir haben vollstes Vertrauen darin, schließlich haben wir es mitentwickelt.“

Die Powerweave Bib wird jetzt in einer Team-Edition von den Spitzenfahrern von EF Education-Nippo — von Rigoberto Uràn bis Hugh Carthy — bei Rennen der Eliteklasse getragen und ist ein Meilenstein der gesamten Kollektion Pro Team. Von den bescheidenen Anfängen vor über zehn Jahren bis hin zur Spitze des Sports wurde die Kollektion immer mit den Erkenntnissen von Berufsfahrern entworfen und weiterentwickelt. Zusammen testen wir jedes unserer Produkte bis an seine Grenzen, um dir zu helfen, an deine zu gelangen.

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