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Der Klang des Radsports

Zur Feier unserer neuesten Zusammenarbeit mit Bang & Olufsen werfen wir einen Blick auf den Soundtrack des Radsports: von den Rennbahnen Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum modernen Rollentraining.

06 November 2020

Der Radsport hatte schon immer seinen eigenen Klang. Es ist ein Sport der konstanten Bewegung, ein audiovisueller Zirkus: das Lärmen der Menge, das Sirren der Speichen, das Knistern des Teamfunks und das Dröhnen des Hubschraubers über dem Feld, wie es vorbeirauscht.

Das Rennen bewegt sich durch die Landschaft, bergauf, bergab und wieder nach oben – scheinbar ewig, wie eine endlose Klangwelle. Und auch wenn das Rennen chaotisch scheint und klingt, hat es doch einen Rhythmus – der regelmäßige Atem eines Fahrers, das Klacken der Kette, die über die Ritzel läuft.

In unserer Ära der funkferngesteuerten Fahrer und Wattzahlen schlägt der Radsport so gleichmäßig wie ein Metronom. Jeder Herzschlag wird registriert, jede Pedalumdrehung gezählt, während Satelliten die Geschwindigkeit des Fahrerfeldes aufzeichnen. Und inmitten dieses weißen Rauschens hat jeder Fahrer seinen eigenen Takt. Pulsschlag, Trittfrequenz, Geschwindigkeit – wir alle fahren nach diesem Rhythmus, der der Musikwelt nicht verborgen geblieben ist.

Schon die ersten Takte von Kraftwerks „Tour de France“ – der zyklische Beat unterlegt von schwerem Atem – entführen einen auf eine Reise durch die Etappenorte und über die berühmten Berge der Großen Schleife. Und jetzt alle: „Galibier et Tourmalet, Tour de France, Tour de France“.

Bei vielen weckt die Maschinenmusik von Kraftwerk Erinnerungen an Sommertage mit der Tour de France im Fernsehen, doch der ganz eigene Klang des Radsports hat nicht nur Themenmusik inspiriert.

Die Beziehung zwischen Radsport und Musik ist wechselseitig. Am Anfang des 20. Jahrhunderts gehörten Bahnrennen zu den größten Sportevents. Anders als bei Straßenrennen konnte man die Fans ins Radstadion lotsen und ihnen ein Eintrittsgeld abnehmen.

Ob im berühmten Kuipke in Gent oder im New Yorker Madison Square Garden – die Sechstagerennen waren für ihre krawallige Atmosphäre bekannt. Um die Stimmung anzuheizen, organisierten die Veranstalter Blaskapellen, die im Innenraum der Bahn aufspielten, während die Fahrer immer schneller und schneller durch die Steilkurven rasten.

Die Blasinstrumente sind schon lange modernen Soundsystemen und aktuelleren Klängen gewichen, doch der Einfluss der Musik auf die Atmosphäre ist immer noch stark und potenziell leistungssteigernd.

Beim Besuch eines Sechstagerennens 1910 in New York stellte der Wissenschaftler Leonard P. Ayres fest, dass die Sportler schneller fuhren, wenn die Musik spielte, und langsamer, wenn es leiser wurde. In den folgenden hundert Jahren bestätigten weitere Studien die Beobachtung Ayres’ – wie es scheint, senkt Musik das Anstrengungsempfinden von Athleten.

Auch wenn heute alle Fahrer mit Rennfunk im Ohr fahren, ist es dennoch verboten, im Rennen Musik zu hören. Außerhalb des Wettkampfgeschehens wird Musik jedoch weithin als Motivator für aufreibende Trainingsfahrten genutzt. Ein Drei-Minuten-Song wird zum Drei-Minuten-Intervall; der Takt der Musik gibt dem Fahrer die Tretfrequenz vor.

Auch direkt vor oder nach einem Rennen kann Musik sehr motivierend sein oder die flatternden Nerven beruhigen. Über den Lenker gebeugt, können Rennfahrer aufdrehen und abschalten. Beim Aufwärmen auf der Rolle beamen sich die Fahrer in eine andere Welt, wechseln von einer stressigen Umgebung in eine ruhige.

Ob bei der Tour de France vor dem Teambus oder bei den Einheiten zuhause – beim Training auf der Rolle ist Musik besonders sinnvoll. Auf der Rolle ist man im Tunnel. Und je stärker man tritt, desto mehr blendet man aus.

Wenn Vergangenheit und Zukunft vergessen sind, zählt nur noch der Moment: das Gefühl, wenn die Hände den Lenker umgreifen und die vom Schweiß getrübte Sicht. Ob es das Dröhnen von Kraftwerks elektronischen Klängen oder das Tempo einer Mozart-Ouvertüre ist: Musik hebt die Trainingseinheit auf ein neues Niveau und macht jede Minute im Sattel zum besonderen Erlebnis.

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