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Das Streben nach Funktionalität

Wie bei Rapha das Streben nach Innovation den Fortschritt im Peloton und darüber hinaus vorantreibt.

Ob in der Technologie, der Industrie, im Design oder in der Kunst: Eine bahnbrechende Innovation verändert alles. Und obwohl die Entwicklungen im Bereich der Radbekleidung nur einen kleinen Teil des Wandels ausmachen, den wir alle jeden Tag herbeiführen, sind der Innovationsgeist und der unermüdliche Fortschrittswille genau derselbe.

Damals, im Jahr 2004, war Radbekleidung und die dazugehörigen Stoffe auf eine kleine Auswahl an synthetischen Materialien beschränkt — eines unbequemer als das andere. Schreiende Farben, gepaart mit rauen, künstlichen Fasern, stellten einen Angriff auf alle Sinne dar. Doch das Bedürfnis nach etwas Besserem wurde noch nicht erkannt, geschweige denn erfüllt.

Als das Classic Jersey vor mehr als 15 Jahren auf den Markt kam, stellte Rapha der Radsportwelt sein einzigartiges Merino-Mischgewebe vor. Aufgrund der natürlichen, überlegenen Eigenschaften – geruchshemmend, atmungsaktiv und angenehm auf der Haut – stellte dieser neuartige Einsatz von Merinowolle eine Revolution und Neudefinition dessen dar, was Radfahrer von ihrer Bekleidung erwarten konnten.

Wir spulen vor ins Jahr 2019: Das Produktteam von Rapha war wieder einmal dabei, den Radsportlern einen Vorteil zu verschaffen, von dem sie nicht wussten, dass sie ihn benötigen. Und genau wie bei jenem ersten Trikot wusste das Team, dass es einen weiteren großen Sprung in Sachen Design und Innovation machen musste, um bei etwas so Allgegenwärtigem maßgebliche Verbesserungen zu erzielen.

„Es gab deutlichen Spielraum bei der Entwicklung einer Trägerhose der Spitzenklasse für den Renneinsatz“, erklärt Harry Osborn, Produktdesigner bei Rapha. „Im heutigen Peloton geht es nicht nur darum, der kompletteste Fahrer zu sein oder das aerodynamischste Rad zu haben; man braucht das Gesamtpaket, um seine Leistung zu verbessern. Von der Aerodynamik über die Passform bis hin zum Feuchtigkeitsmanagement – eine hoch funktionelle Trägerhose muss in allen Kategorien federführend sein. Und diese Anforderung wurde noch nicht erfüllt.”

Für das Produktteam von Rapha bedeutete die Entwicklung dieser neuen, fortschrittlichen Trägerhose, bei Null anzufangen und jedes Element davon neu zu überdenken. Die Entwickler arbeiteten teamübergreifend mit den Abteilungen Design und Materialforschung sowie dem Atelier zusammen und machten sich daran, für die Hose ein völlig neues Schnittmuster und ein noch nie da gewesenes Material zu kreieren – komplett hausintern. Glücklicherweise hatten sie eine starke Ausgangslage.

„Eine hoch funktionelle Trägerhose muss alle Anforderungen übertreffen; und das war bisher noch nicht der Fall.“

Rapha Shadow, das bahnbrechende, atmungsaktive und wasserabweisende Material, das zahlreiche Erfolge im Peloton der Profis verbuchen konnte, wurde zusammen mit einer der weltweit führenden Textilfabriken entwickelt. Durch ein revolutionäres Verfahren, bei dem elastische Webgarne mit einem dauerhaft wasserabweisendes Mittel (DWR) imprägniert werden, verbannte Shadow im Renn- und Trainingseinsatz die hinderliche und unbequeme wasserdichte Membran. Dadurch bot die leichte Shadow-Schicht beste Funktionseigenschaften und Schutz vor Nässe.

Die im italienischen Como ansässige Weberei gilt mit ihrem Team weithin als Experte auf dem Gebiet der Webstoffe und war ein naheliegender Partner für das neue Trägerhosen-Projekt.

„Unser Ziel war es, dass sich das Material der Trägerhose wie eine zweite Haut anfühlt und die Leistungsfähigkeit des Fahrers am Renntag in keiner Weise beeinträchtigt“, sagt Emma Bentley, Materialentwicklungsmanagerin bei Rapha. „Die Weberei bot uns wirklich die Chance, ein Gewebe zu kreieren, das nicht nur alle anderen übertrifft, sondern dank seiner hochmodernen Webtechnologie auch die Grenzen der Materialmöglichkeiten sprengt.“

„Unser Ziel war es, dass sich das Material der Trägerhose wie eine zweite Haut anfühlt und die Leistungsfähigkeit des Fahrers am Renntag in keiner Weise beeinträchtigt.“

Und in der Tat überwand sie Grenzen. Nach einer intensiven Entwicklungsphase bot das neue Material – Powerweave – das gleiche, wenn nicht sogar ein besseres Kompressionspotenzial als gewebte Stoffe – bei gleichzeitig optimaler Atmungsaktivität und wesentlich geringerem Gewicht. „Unser klassisch gewebtes ‚Pro Team‘-Gewebe wiegt 200g/qm; Powerweave dagegen nur 160g/qm. Das ist nicht nur für das Feuchtigkeitsmanagement von Vorteil – weniger Masse, die Wasser speichert –, sondern das Gesamtgewicht der Bekleidung wird erheblich reduziert, was dem Träger auf mehreren Ebenen zugute kommt", erklärt Emma.

Durch die Fertigung auf einem riesigen, digital gesteuerten Jacquardwebstuhl in der Weberei der Fabrik war das Team in der Lage, jeden einzelnen Faden in der Stoffführung anzusteuern. Im Zuge der fortschreitenden Entwicklungsarbeit eröffnete diese Kontrolle insbesondere bei der Fertigung neue Möglichkeiten

Traditionell verfügen Radhosen im unteren Bereich jedes Beins über einen separaten Beinabschluss mit Silikongummierung, um einen sicheren Sitz der Trägerhose zu gewährleisten. Aber mit dem fortschrittlichen Webstuhl der Weberei war das Team in der Lage, den Beinabschluss der neuen Shorts direkt in das Gewebe einzuarbeiten – Nähte oder zusätzliche Konstruktionen wurden dadurch völlig überflüssig und es entstand zugleich ein überlegener aerodynamischer Schnitt. Und dank der gezielten Kontrolle des Fadenlaufs wurde darüber hinaus ein zulaufender Schnitt in den Stoffes hineingewebt, der die Stützwirkung am Bein bereits in die eigentliche Konstruktion der Shorts integriert.

Nachdem das Material gefunden war, konnten die im Hintergrund ablaufenden Detailarbeiten am Design und die Mustererstellung auf erste Prototypen übertragen werden. Zu den wichtigsten Erfolgen zählten hier eine Reduzierung der Schnittteile von früheren „Pro Team“-Trägerhosen um 50 %, wodurch die Anzahl der Nähte verringert und gleichzeitig die Passform erheblich verbessert wurde. Ebenso wurden neue, ergonomisch geformte Träger für einen besseren Sitz an Schultern und Brust entwickelt. Speziell für diese Hose wurde auch ein neues Sitzpolster entwickelt – mit schmalerer Form und aus einem Material mit höherer Dichte –, das Gewicht spart und Halt für dauerhaften Komfort bietet.

Auf dem Papier sah das Ziel des Teams, die ultimative Hose für Radrennen zu kreieren, vielversprechend aus. Doch um ihrem neuen Produkt auf den Zahn zu fühlen, brauchten sie die Hilfe von jemandem, der den Unterschied zwischen einer guten Trägerhose und einer wirklich überragenden spüren kann: ein Radprofi.

2019 sprach Hamish Low, Wear Testing Coordinator bei Rapha, zum ersten Mal mit Mitch Docker von EF Pro Cycling über die neuen Trägerhosen für den Renneinsatz – laut Hamish war dies das letzte Drittel des Projekts. „Wir wollten die Hose auf vertraulicher Basis zum Testen übergaben“, sagt er.

Das Gewicht, die Kompression, die Passform am Körper und der Gesamteindruck mussten für den Einsatz auf Profi-Niveau geeignet sein, damit Hamish nützliches Feedback von Mitch erhalten konnte. In den Monaten vor seinen Testfahrten hatten zahllose Funktionstestreihen des Gewebes stattgefunden. Aber für eine neu entwickelte Trägerhose, die die Leistungen am Renntag revolutionieren soll, benötigt es das Feedback eines Profis; und es war an der Zeit für eine Analyse.

„Mitch hatte das Gefühl, dass die Hose bei Kilometer 200 genauso fest saß wie bei Kilometer 1 – für einen Profi ist das enorm.“

Mitch fuhr mit der Radhose zunächst das, wofür sie vorgesehen war: schnelle Trainingseinheiten, die der hohen Intensität von Rennen nachempfunden waren. Nachdem er dabei fast unmittelbar einen „sehr positiven Eindruck" von jedem Detail der Shorts zurückgemeldet hatte, sollte sich seine nächste Bewährungsprobe als etwas unorthodoxer erweisen.

Mitch trug die Shorts im Wechsel wechselnd bei einer dreitägigen Bikepacking-Tour und erzählte von einer enormen Verbesserung im Vergleich zu den beiden anderen mitgebrachten Team-Trägerhosen. Das neue Sitzpolster sei „überragend“, doch das Hauptaugenmerk seines Feedbacks lag auf der idealen Passform. „Eine Trägerhose, die mir passte und eng anlag, bedeutete, dass es keine zusätzliche Reibung gab", schrieb Mitch. Die Kompression des neuen Gewebes trug auch zu einem festen Halt des Sitzpolsters bei, sodass es zu keinerlei Sitzbeschwerden kam. Selbst nach einer ungeplanten Tragepassage berichtete er von keinerlei Problemen.

„Man sieht auf den ersten Blick, dass es eine Trägerhose ist, die für den Renneinsatz geschaffen wurde; aber selbst bei der langen Testdauer, der sie Mitch unterzog, konnte man keine Abnutzungserscheinungen erkennen", erklärt Hamish. „Wenn er an einem Tag viele Kilometer abspulte, hatte er das Gefühl, dass die Hose bei Kilometer 200 genauso fest saß wie bei Kilometer 1 – für einen Profi ist das unglaublich.“

Kein Verrutschen des Polsters, Kompression dort, wo sie benötigt wird und eine optimierte Passform dank der Teamarbeit bei der Entwicklung von Materialien und Schnitten. Das Ergebnis? Ein unvergleichliches Fahrerlebnis, das sich bei allen Rennen bewährt – so, wie es das Projekt vorgesehen hatte.

„Die Technologie und der Prozess ziehen sich durch all unsere Produkte – zum Vorteil eines jeden Radfahrers, der sich für unsere Bekleidung entscheidet.“

Nächstes Jahr wird das gesamte Team von EF Pro Cycling mit Powerweave ausgestattet sein, was den Fahrern sowohl physisch als auch psychologisch einen Vorteil gegenüber ihren Konkurrenten verschafft. Aber diese Innovation auf Top-Niveau wird nicht dem Feld der Profis vorbehalten bleiben. Exakt die gleiche Shorts, die von EF verwendet wird – die Pro Team Powerweave Bib Shorts – ist jetzt für alle erhältlich. Darüber hinaus werden die Erkenntnisse aus diesem Projekt in die Produktentwicklung des gesamten Rapha-Sortiments einfließen.

„Von RPM (Rapha Performance Merino) über Shadow bis hin zu Powerweave hat Rapha in der Vergangenheit immer wieder neue und innovative Materialien auf den Markt gebracht. Wir sind stets auf der Suche nach etwas Neuem, das das Fahrerlebnis weiter verbessern könnte“, fügt Harry hinzu.

„Diese Fortschritte mögen zwar am oberen Ende unseres Sortiments ansetzen, doch die Technologie und der Prozess werden sich durch all unsere Produkte ziehen – zum Vorteil jedes einzelnen Radsportlers, der sich dafür entscheidet, unsere Bekleidung zu tragen.

Pro Team Powerweave Bib Shorts

Entwickelt, um einen Vorteil herauszufahren. Entwickelt für rennentscheidende Momente.

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