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DIE JUNGEN WILDEN


Die wilde Frau ist in jeder von uns anders
Es ist diese Einzigartigkeit, die uns besonders macht


Lerne die wilden Frauen von CANYON//SRAM kennen, wie sie sich aufs neue Jahr vorbereiten. Nach zahlreichen beeindruckenden Ergebnisse bei Etappenrennen, Klassikern und Monumenten in der Saison 2019 haben wir die seltene Gelegenheit, einem Augenblick rückhaltloser Selbstprüfung beizuwohnen.

Die amerikanische Allrounderin Alexis Ryan ist seit 2016 im Team, als es zu CANYON//SRAM wurde, und damit am längsten dabei. In all den Jahren hat die Rennfahrerin aus Kalifornien Podestplätze geholt und Personalwechsel erlebt, und sie weiß aus eigener Erfahrung, was ein gutes Team am Laufen hält.

„Es fängt damit an, dass jede Person im Team versteht und respektiert, dass alle auf ihre eigene Art einzigartig sind und ihre eigenen Stärken haben. Wenn wir diese gemeinsame Basis haben, kannst du jeden respektieren, und alle fühlen sich in dieser Umgebung wohl. Wir haben uns in den vergangenen Jahren immer wieder damit schwergetan, aber in diesem Trainingslager fühlt es sich anders an.“

2017 schlug Tanja Erath, Medizinstudentin im letzten Studienjahr, im Rahmen eines dreimonatigen Wettbewerbs 2.100 Konkurrentinnen und gewann einen Platz im Team. Während die Fahrerinnen zusammen sind, wird die neueste Siegerin der Zwift Academy vorgestellt, die Australierin Jess Pratt – und das bringt Tanjas Erinnerungen zurück.

„Ich schaute mir vor jeder Trainingseinheit Videos des Teams auf YouTube an, um mich zu motivieren. Dann gehst du auf Strava, schaust dir die Zahlen der anderen Mädchen an und denkst dir, oh, ich bin nicht stark genug. Du stehst so kurz davor, deinen Traum wahr zu machen, und du willst es wirklich. Und dann sagen sie dir plötzlich, dass du es geschafft hast. Es ist unglaublich.“

Kasia Niewiadoma, das polnische Kraftpaket des Teams, darf man nie aus den Augen lassen. Erst letztes Jahr powerte sie zu einem spannenden Sieg beim Ardennenklassiker Amstel Gold, wobei sie die Weltmeisterin Annemiek van Vleuten schlug.

„Manchmal ist es schwierig, wenn du von so vielen starken Frauen umgeben bist. Du möchtest es mit jeder aufnehmen. Aber du bist ein ganz anderer Mensch. Es ist leicht, sich klein zu fühlen, weil jemand anders stärker oder schneller ist. Es kann sehr schwer sein, daran zu glauben, dass du ein anderer Mensch bist, ein Individuum. Ich muss nicht den Träumen der anderen folgen – ich habe meinen eigenen Traum.“

Letztes Jahr trat Alice Barnes mit Nachdruck aus dem Schatten ihrer älteren Schwester Hannah, indem sie bei der Landesmeisterschaft ebenso das Straßenrennen wie das Einzelzeitfahren gewann. 2020 tritt sie in den Farben der britischen Meisterin an, die sie im Peloton als eine der größten Talente im Frauenradsport kenntlich machen. Ihr Leben wird vom Radsport bestimmt, und es kommt nur selten vor, dass sie nicht auf dem Fahrrad sitzt.

„Ich bin nicht gerne allein zuhause. Wenn ich mit dem Rad losfahre, fühle ich mich anders. Ich fühle mich irgendwie frei, ich kann meinen eigenen Gedanken nachhängen.“

Rotem hat ebenso eindrucksvolle Ergebnisse vorzuweisen wie die anderen Fahrerinnen des Teams. Sie war Landesmeisterin auf der Straße und im Gelände, fährt CrossCountry-Rennen und tritt auf nationaler Ebene oft gegen ihre Teamgefährtin Omer Shapira an. Rotem selbst hält sich für zurückhaltend, doch einige Teamgefährtinnen widersprechen.

„Du bist nicht mehr so still, wir reden so viel“, sagt ihre Kollegin Tanja. „Ich kann ihr völlig vertrauen, und sobald ich sie im Peloton sehe, fühle ich mich sicher. Sie hat mich mehrere Male zurückgebracht, wenn ich abgehängt war. Wenn ich sie sehe, habe ich das Gefühl, am richtigen Platz zu sein.“

Alice ist nicht die einzige Barnes, die die Streifen der Meisterin getragen hat. 2016 gewann ihre ältere Schwester Hannah den Titel auf der Straße, und zwei Jahre später trug sie die Streifen als Zeitfahrmeisterin. Dass die Familie Talent hat, ist nicht zu leugnen, und die zwei sind oft gemeinsam unterwegs. Ob im Familienurlaub oder bei Rennen gegen die talentiertesten Fahrerinnen der Welt – das schwesterliche Band ist zweifellos ein Vorteil, auch wenn sie nicht zulassen, dass es ihnen im Weg steht.

„Wir verhalten uns so wie mit allen anderen – du musst jede im Team wie eine Schwester sehen. Wir gehen immer wieder gemeinsam durch schwere und harte Zeiten. Durch diese Momente sind wir so eng verbunden. So funktioniert eine Familie – jeder wünscht dir, dass du dein Bestes geben kannst.“

Christa trat dem Team 2017 im zarten Alter von 19 Jahren als Stagiaire bei – quasi als Praktikantin – und hat ihre gesamte professionelle Karriere bei CANYON//SRAM verbracht.

„Ich bin ein aktiver Mensch mit viel Lebenskraft; ich freue mich auf jeden neuen Tag, der mir neue Chancen und Möglichkeiten gibt. Doch im Moment fühle ich mich gebändigt, bin auf andere angewiesen. In solchen Momenten sind Freunde und Familie am wichtigsten, und ich habe das Glück, Teamgefährtinnen zu haben, die sich um mich kümmern. Selbst jetzt, wo ich zu Hause bin, denken sie an mich und fragen, wie es mir geht und was meine Erholung macht. Nicht nur die körperliche, auch die mentale Seite ist wirklich wichtig. Ihre Unterstützung gibt mir viel Stärke zurück, denn ich weiß, dass ich nicht allein bin.“

Stories

Hier findest du die aktuellsten Stories aus dem Peloton, mit neuen Reportagen und Interviews in regelmäßigen Abständen.

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