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Rapha Handbücher: Verloren und frei

Die Sorge, sich zu verfahren, ist ein typisches Hindernis, wenn es darum geht, weitere Strecken in Angriff zu nehmen oder überhaupt Rad zu fahren. Doch mit ein wenig Planung hat man nichts zu befürchten. Hier ist unser Ratgeber für die nicht ganz so großen Abenteuer.

26 July 2018
„Menschen werden wie vom Instinkt geleitet von Stabilität angezogen. In Bewegung oder im Wandel gibt es keine Sicherheit. Wir wollen an einem Ort, in einem Raum geerdet sein, in dem wir uns zuhause fühlen.“

Das schrieb John Hessler, Stipendiat der Royal Geographical Society, in der vierten Ausgabe von Rapha Mondial. Doch auch wenn es sich lohnt, vorsichtig zu sein, müssen wir keine Angst davor haben, verloren zu gehen. Ein bisschen Vorbereitung vorm Losfahren genügt, um die Radtour in ein kleines Abenteuer zu verwandeln. Heutzutage ist es schwieriger denn je, sich in der Ferne zu verlieren; und wie Hessler bemerkt, gilt ein Abenteuer seit der Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mehr als Risiko, sondern als Chance.

Zu den schönsten Seiten des Radfahrens gehört die Freiheit, einfach loszufahren und aus eigener Kraft Neues zu entdecken. Die Idee ist so abgenutzt, dass sie zum Klischee geworden ist, doch diese Freiheit zum ersten Mal zu erleben, spricht viele von uns an – flüchtige Eindrücke kleiner Rad-Abenteuer außerhalb der elterlichen Aufsicht bleiben lange im Bewusstsein haften. Als Erwachsene laufen wir viel eher Gefahr, von Ängsten in unserem Abenteuerdrang gebremst zu werden, die uns suggerieren, wir könnten uns verlaufen oder zu weit hinaus wagen. Doch das sollte uns nicht daran hindern, unseren Ambitionen auf zwei Rädern zu folgen.

„Veränderungen als Folge von Wissenschaft und Technologie, entwickelt im Verlauf zweier Weltkriege, die Verbreitung des Computers, die Entdeckung neuer und schnellerer mathematischer, rechnergestützter Algorithmen, die Entwicklung bildgebender Satelliten und die Verbreitung des Global Positioning System (GPS) führten zu einer Neudefinition der Landkarte, die über alles hinausgeht, was für die großen Kartografen selbst in der jüngeren Vergangenheit vorstellbar war“, erklärt Hessler.

Mit dem Smartphone in der Tasche verfügt man über ein unglaublich mächtiges Kartenwerkzeug, das jederzeit die richtige Richtung weist. Ladeakkus fürs Telefon sind kaum größer oder schwerer als ein Ersatzschlauch; auf eine leere Batterie ist man also ebenso vorbereitet wie auf einen luftleeren Reifen. Die Rapha Clubhouses sind ein Quell des Wissens, wenn es um ein Abenteuer vor Ort geht. Der Rapha Cycling Club verleiht Fahrräder mit GPS-Computern, auf denen lokale Strecken vorinstalliert sind, und Woche für Woche werden Hunderte geführter Touren angeboten, auf denen Fahrer aller Leistungsklassen überall in der Welt neue Straßen erkunden können.

Wenn du dich sorgst, zu weit zu fahren und die Orientierung zu verlieren, fange mit etwas kleineren Abenteuern an. Plane eine kurze Strecke, die dich nicht zu weit von deinem Zuhause weg führt. Du kannst immer eine zweite Runde fahren, entfernst dich nicht allzu sehr und lernst die Straßen deiner Umgebung kennen.

Nimm dir Zeit, dein Ziel kennenzulernen, indem du dir etwa die Lage des nächstgelegenen Bahnhofs merkst. Solltest du dir unsicher werden, kannst du anhalten und nachschauen, wo du bist. Eine im Voraus geplante Route auf dem Smartphone oder dem Radcomputer zu haben, kann hilfreich sein, weil du so immer auf dem richtigen Weg bleibst; andererseits lernst du die Gegend nicht so gut kennen, wenn du nur den Routenanweisungen folgst.

Sieh diese Vorbereitung nicht als lästige Pflicht, sondern eher als Ausgangspunkt eines bevorstehenden Abenteuers. Wenn dich eine unbekannte Straße oder Strecke abschreckt, kannst du versuchen, sie ein Stück weit kennenzulernen, bevor du dich auf den Weg machst. Ist es eine Straße, die du schon kennst? Führt sie in einen Ort, an dem du schon einmal warst?

Mit der Zeit wirst du deine Gegend gut kennenlernen. Wenn du dich erst einmal sicher fühlst auf den Straßen, die du kennst, kannst du neue Wege erkunden. Denk immer daran, dass du die Kontrolle hast – du kannst jederzeit umkehren.

Ride With Us

Wenn du wissen willst, wie du deine Stadt und die sie umgebenden Straßen am besten erkunden kannst, findest du in den Rapha Clubhouses auf der ganzen Welt leidenschaftliche Radsportler, die dir die besten und ruhigsten Strecken weitergeben. Mit mehr als 350 Fahrten pro Woche ist die Gelegenheit nicht fern, etwas Neues zu entdecken.

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